Montag, April 28, 2008

fussballfans sind terroristen

Frankfurt - Mitglieder der Fangruppe Ultras Frankfurt wurden vom BND überwacht. Auslöser waren Chorgesänge. Obwohl nach monatelanger Bespitzelung keinerlei verdächtige Anhaltspunkte gefunden werden konnten, wurde die Überwachung nicht eingestellt. Auch ein kroatischer Spieler der Borrussia Dortmund wurde observiert, weil ein verdächtig klingendes "Bin Mladen" am Telefon gefallen war. Das ironisch gemeinte Lied der Ultras Frankfurt im Stadion "Erste Runde Salzburg, zweite Runde Wien. Danach befreien wir Saddam Hussein." gab dem BND offensichtlich genügend Anhaltspunkte, um die führenden Mitglieder der Fangruppe auf Kontakte in die arabische Welt zu überprüfen. Besonders auffällig schienen ihnen drei gläubige Muslime zu sein, die in Frankfurt Maschinenbau studieren. Nach Angaben des Magazins Spiegel wurden die drei jungen Männer monatelang observiert, Telefone abgehört und E-Mails abgefangen. Statt Anschlagspläne aber erhielten die Ermittler lediglich Informationen über geplante Chöre im Frankfurter Waldstadion, Anreisen nach Dortmund oder die Anschaffung neuer Fahnen. Wie das Fanmagazin des Dortmunder Fußballklubs Schwatzgelb-Dortmund berichtet, wurden nach Angaben des Spiegels, der Richter, der die Überwachung Aufgrund von mangelnden Hinweisen abbrechen wollte, nach einem Telefonat von Innenminister Schäuble, kurzerhand beurlaubt und die Überwachung weitergeführt. Ähnliche Ermittlungen gab es in Bezug auf Drogen. Anlass die verdächtig klingende Liedzeile "Wir fahren Fahrrad wie Erik Zabel. Erst nach Bologna und weiter nach Neapel". Das Drogenkommissariat des Frankfurter Polizeipräsidiums winkte nach Anfragen ab: keine Anhaltspunkte, zu läppischer Fall. Aus Angst von einem Doping-Skandal ließ Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, Untersuchungen veranlassen. Jedoch fand man auch hier erneut keine Anhaltspunkte. Auch den Dortmundern ist ein Kontakt mit dem Bundesnachrichtendienst nicht erspart geblieben. Der Stürmer Mladen Petric der Borrussia Dortmund wurde observiert, nachdem am Telefon die verdächtige Phrase "Bin Mladen" gefallen war. Zu einem Verhör seiner kroatische Familie soll es auch gekommen sein, wie das Nachrichtenmagazin Fokus berichten soll. Erst kürzlich ermittelte die Polizei gegen einen Anführer einer Fangruppe bei Schalke04, nachdem eine Schäublone im Stadion geschwenkt wurde

1 Comments:

Blogger cee said...

Ich hab auch gehört, dass YB-Fans mit sogenannten "trojanischen Kühen" in den Anden Anschläge am planen sind.

(jetzt werd ich dann auch observiert, weil in der Internetüberwachung "Anschläge am planen" herausgefiltert wird)

28/4/08 13:51  

Kommentar veröffentlichen

<< Home