eeretz yisrael
was hörten wir nicht alles im vorfeld. israel, seit ihr wahnsinnig. Intifadas, terrror, kriege…trotzallen warnhinweisen bestiegen wir am samstagmorgen früh den zug nach romanshorn von wo wir mit dem schiff nach friedrichshafen fuhren. jep mit dem schiff nach münchen oder immerhin über den bodensee (schönes wochenende ticket rockt!). über lindau gings mit dem zug direkt nach münchen. Die gutaussehende schalterfrau von tuifly erklärte uns zwar zuerst, wie das flugzeug überbucht sei und bla, doch irgendwie durften wir als letzte dann doch noch einckecken.
nach ewigem anstehen an der pass kontrolle in tel aviv und den ganze cheks dachten wir, jetzt haben wirs geschaft. doch 3 meter vor dem ausgang fing uns noch ein zivilier mossad agent ab und die ganze fragerei begann von vorne. so ist das eben nun mal in israel. irgendwie fanden wir in der nacht noch unser hostel und wir genehmigten uns das erste bier am strand.
am nächsten morgen fuhren wir über jerusalem nach masada. masada war früher eine festung in der sich juden vor den römer versteckt hielten. es ist mitten in der negev wüste gelegen, nahe dem toten meer. den ersten tag dort brauchen wir um uns an die über 40 grad celsius zu gewöhnen… abartig. am nächsten morgen standen wir um 0400 uhr auf um auf den nahegelegenen berg zu laufen. dies hatten uns amerikanische backpacker empfohlen. so erlebetn wir einen sonnenaufgang in der wüste auf einem berg. nachdem wir das buffet beim morgenessen vernichtet hatten gings weiter nach en gedi. dort waateten wir zuerst durch ein wadi zu einem wasserfall. dannach gings ins tote meer. unglaublich, da geht mann tatsächlich nicht unter. man fühlt sich wie ein ausgetrocknetes stück holz. tortz allen warnungen versuchte paedu noch im toten meer zu tauchen. er hat es bereut…
am nächsten morgen fuhren wir mit dem bus 3 stunden durch die wüste ans rote meer in die stadt eilat. die 3 tage welche wir dort verbrachten nutzen wir intensiv um zu schnorcheln (die fischvielfalt bei den korrallen riffs ist unglaublich schön), um ans grösste israelische musikfestival im hafen zu gehen, uns mit der israelischen biertrinkmentalität (lechaim) auseinanderzusetzen und interessante bekanntschaften zu machen. am freitagmorgen reisten wir wiederum mit dem bus nach haifa und vo dort mit dem sammeltaxi (sherut) nach tiberias. die sammeltaxis sind eine super erfindung! in einem solchen lernten wir auch die überaus sympatische naama kennen welche uns zu ihr nach haifa einlud. doch dazu später. wir waren also nach rund 8 stunden vom süden in den norden gefahren.
tiberias liegt am see geenezahret, und ist eher klein und relativ touristisch. den ersten abend verbrachten wir mit einer kleinen tour dem strand entlang. am nächsten tag erlebten wir was es heisst sabbat zu machen. da läuft wirklich genau nichts! kein bus, kein sherut und kein verkehr. wir, oder vor allem ich, wollten aber unbedingt das 2.liga spiel macabi nazahret – ben lod sehen. wir mussten daher ein überteuertes taxi nach nazahret nehmen. dort war allerdings wieder viel betrieb, da nazahret eine muslimische hochburg ist und die bekanntlich kein sabbat machen. durch ein wirrwar von gefühlten 100'000 kleinnen gassen kamen wir auf zu einer kirche auf einer erhöhung wo wir einen tollen ausblick auf die alstadt bekammen. dannach gings zum ground. wir waren eine stunde vor spielbeginn beim ground. doch irgendwie war noch fast niemand zu sehen. ein security erklärte uns, dass das spiel erst 1 stunde später beginnen würde…scheiss zeitverschiebung von der englischen wetthompage nach israel.
das nievau des matches war unterste, doch die stimmung war lustig. es trafen zwei arabische teams aufeinander was man auf den zuschauerrängen merkte. wir sahen im stadion keine einzige frau… interessant war aber, das die muslimischen fans auch einen afrikanischen spieler supporteten, obwohl sich dieser merfach auf dem platz bekreuzigt hat… interessant. das spiel endete 3-0 für nazahret.
am nächsten tag wollten wir eigentlich irgendso eine kirche anschauen, welche gemäss lonely planet interessant sein soll… nach mehrstündiger suche in der gluthitze endete der versuch aber im ortsansässigen big ben pub. am abend lernten wir ein paar englische studenten kennen und mit diesen gings wieder in obenerwähntes pub ;-).
am nächsten tag fuhren wir wiederim im sherut nach haifa zu unserer bekanntschaft. sie quartierte uns bei ihrer sehr sympatischen familie ein und zeigte uns einen sehr schönen strand. am abend gings ins nachtleben von haifa.
am nächsten morgen fuhren wir leicht verkatert nach jerusalem. kaum eine stadt auf der welt hat einen so geschichtlichen hintergrund wie jerusalem. die stadt ist eine der wichtigisten für drei weltreligionen, wurde 17 zerstört und 18 mal wieder aufgebaut und ist noch heute streitpunkt bei der frage nach einem palästinenser staat. wir logierten bei einer schwezier familie im keller. unsere gastgeber sind mitarbeiter bei einem hilfswerk. der vater der familie führte uns noch am ersten abend nach bethlehem. bethlehem ist vollständig durch die palästinenser kontrolliert und verbotenezone für israelis. ist schon noch eindürklich wenn man plötzlich einen checkpoint der mauer passieren muss, vorbei an schwerbewaffneten soldaten. unser führer konnte uns auch sehr viel über die momentane siuation erzählen und erklären.
am nächsten tag stadt die altstadt von yerushalaim auf dem programm. sprich klagemauer, die al asqua moschee (leider nur aus der ferne), verschiedene tunnels und den suke. da gerade der ramadan frisch angefangen hatte waren die araber nicht sonderlich gut gelaunt. trotzdem war es sehr interessant. am nächsten tag stand yad vaschem, das holocoust museum, auf dem programm. geht extrem unter die haut was damals passiert ist. vergesst nicht die opfer von damals!!
am nächsten morgen sahen wir plötzlich an der bushaltestelle ein ostkurve bern t-shirt. aha, die anderen schweizer sind eingetroffen. so verloren wir keine zeit und fuhren wiederum mit einem sherut nach tel aviv. dort schauten wir das ein 3. liga spiel an und waren danach bis am morgen früh am strand. den ruf "partystadt" hat tel aviv sicherlich verdient.
am letzten tag war noch einmal der strand das thema bevor wir am abend dann zum ramat gan stadion ans spiel israel-schweiz fuhren.
das stadion ist sicherlich nicht der hexenkessel, wie er in den medien dargestellt wird, doch ein anständiger ground. in unserem block waren wir etwa 50 leute, darunter ein paar idioten, welche die israelische hymnne nicht respektieren. unsäglich sowas….
über den matchausgang muss ich wohl nichts schreiben. simon. l. aus b. wurde noch beinahe verhaftet, wegen ein bisschen gemaxe, parteiische polizisten und speaker gehen definitiv auf den sack…
trotz wenig zeit und riesigen sicherheitskontrollen am ben gurion flughafen, erreichten wir den flug und es ging über münchen zurück in die schweiz.
besten dank an meine beiden reisepartener, linus und paedu!
shalom chaverim
nach ewigem anstehen an der pass kontrolle in tel aviv und den ganze cheks dachten wir, jetzt haben wirs geschaft. doch 3 meter vor dem ausgang fing uns noch ein zivilier mossad agent ab und die ganze fragerei begann von vorne. so ist das eben nun mal in israel. irgendwie fanden wir in der nacht noch unser hostel und wir genehmigten uns das erste bier am strand.
am nächsten morgen fuhren wir über jerusalem nach masada. masada war früher eine festung in der sich juden vor den römer versteckt hielten. es ist mitten in der negev wüste gelegen, nahe dem toten meer. den ersten tag dort brauchen wir um uns an die über 40 grad celsius zu gewöhnen… abartig. am nächsten morgen standen wir um 0400 uhr auf um auf den nahegelegenen berg zu laufen. dies hatten uns amerikanische backpacker empfohlen. so erlebetn wir einen sonnenaufgang in der wüste auf einem berg. nachdem wir das buffet beim morgenessen vernichtet hatten gings weiter nach en gedi. dort waateten wir zuerst durch ein wadi zu einem wasserfall. dannach gings ins tote meer. unglaublich, da geht mann tatsächlich nicht unter. man fühlt sich wie ein ausgetrocknetes stück holz. tortz allen warnungen versuchte paedu noch im toten meer zu tauchen. er hat es bereut…
am nächsten morgen fuhren wir mit dem bus 3 stunden durch die wüste ans rote meer in die stadt eilat. die 3 tage welche wir dort verbrachten nutzen wir intensiv um zu schnorcheln (die fischvielfalt bei den korrallen riffs ist unglaublich schön), um ans grösste israelische musikfestival im hafen zu gehen, uns mit der israelischen biertrinkmentalität (lechaim) auseinanderzusetzen und interessante bekanntschaften zu machen. am freitagmorgen reisten wir wiederum mit dem bus nach haifa und vo dort mit dem sammeltaxi (sherut) nach tiberias. die sammeltaxis sind eine super erfindung! in einem solchen lernten wir auch die überaus sympatische naama kennen welche uns zu ihr nach haifa einlud. doch dazu später. wir waren also nach rund 8 stunden vom süden in den norden gefahren.
tiberias liegt am see geenezahret, und ist eher klein und relativ touristisch. den ersten abend verbrachten wir mit einer kleinen tour dem strand entlang. am nächsten tag erlebten wir was es heisst sabbat zu machen. da läuft wirklich genau nichts! kein bus, kein sherut und kein verkehr. wir, oder vor allem ich, wollten aber unbedingt das 2.liga spiel macabi nazahret – ben lod sehen. wir mussten daher ein überteuertes taxi nach nazahret nehmen. dort war allerdings wieder viel betrieb, da nazahret eine muslimische hochburg ist und die bekanntlich kein sabbat machen. durch ein wirrwar von gefühlten 100'000 kleinnen gassen kamen wir auf zu einer kirche auf einer erhöhung wo wir einen tollen ausblick auf die alstadt bekammen. dannach gings zum ground. wir waren eine stunde vor spielbeginn beim ground. doch irgendwie war noch fast niemand zu sehen. ein security erklärte uns, dass das spiel erst 1 stunde später beginnen würde…scheiss zeitverschiebung von der englischen wetthompage nach israel.
das nievau des matches war unterste, doch die stimmung war lustig. es trafen zwei arabische teams aufeinander was man auf den zuschauerrängen merkte. wir sahen im stadion keine einzige frau… interessant war aber, das die muslimischen fans auch einen afrikanischen spieler supporteten, obwohl sich dieser merfach auf dem platz bekreuzigt hat… interessant. das spiel endete 3-0 für nazahret.
am nächsten tag wollten wir eigentlich irgendso eine kirche anschauen, welche gemäss lonely planet interessant sein soll… nach mehrstündiger suche in der gluthitze endete der versuch aber im ortsansässigen big ben pub. am abend lernten wir ein paar englische studenten kennen und mit diesen gings wieder in obenerwähntes pub ;-).
am nächsten tag fuhren wir wiederim im sherut nach haifa zu unserer bekanntschaft. sie quartierte uns bei ihrer sehr sympatischen familie ein und zeigte uns einen sehr schönen strand. am abend gings ins nachtleben von haifa.
am nächsten morgen fuhren wir leicht verkatert nach jerusalem. kaum eine stadt auf der welt hat einen so geschichtlichen hintergrund wie jerusalem. die stadt ist eine der wichtigisten für drei weltreligionen, wurde 17 zerstört und 18 mal wieder aufgebaut und ist noch heute streitpunkt bei der frage nach einem palästinenser staat. wir logierten bei einer schwezier familie im keller. unsere gastgeber sind mitarbeiter bei einem hilfswerk. der vater der familie führte uns noch am ersten abend nach bethlehem. bethlehem ist vollständig durch die palästinenser kontrolliert und verbotenezone für israelis. ist schon noch eindürklich wenn man plötzlich einen checkpoint der mauer passieren muss, vorbei an schwerbewaffneten soldaten. unser führer konnte uns auch sehr viel über die momentane siuation erzählen und erklären.
am nächsten tag stadt die altstadt von yerushalaim auf dem programm. sprich klagemauer, die al asqua moschee (leider nur aus der ferne), verschiedene tunnels und den suke. da gerade der ramadan frisch angefangen hatte waren die araber nicht sonderlich gut gelaunt. trotzdem war es sehr interessant. am nächsten tag stand yad vaschem, das holocoust museum, auf dem programm. geht extrem unter die haut was damals passiert ist. vergesst nicht die opfer von damals!!
am nächsten morgen sahen wir plötzlich an der bushaltestelle ein ostkurve bern t-shirt. aha, die anderen schweizer sind eingetroffen. so verloren wir keine zeit und fuhren wiederum mit einem sherut nach tel aviv. dort schauten wir das ein 3. liga spiel an und waren danach bis am morgen früh am strand. den ruf "partystadt" hat tel aviv sicherlich verdient.
am letzten tag war noch einmal der strand das thema bevor wir am abend dann zum ramat gan stadion ans spiel israel-schweiz fuhren.
das stadion ist sicherlich nicht der hexenkessel, wie er in den medien dargestellt wird, doch ein anständiger ground. in unserem block waren wir etwa 50 leute, darunter ein paar idioten, welche die israelische hymnne nicht respektieren. unsäglich sowas….
über den matchausgang muss ich wohl nichts schreiben. simon. l. aus b. wurde noch beinahe verhaftet, wegen ein bisschen gemaxe, parteiische polizisten und speaker gehen definitiv auf den sack…
trotz wenig zeit und riesigen sicherheitskontrollen am ben gurion flughafen, erreichten wir den flug und es ging über münchen zurück in die schweiz.
besten dank an meine beiden reisepartener, linus und paedu!
shalom chaverim

1 Comments:
Sehr interessant! Merci für den detaillierten Bericht! Konnte mir alles sehr bildlich vorstellen und tipps für meine nächste reise drausnehmen... :)
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