zagreb-hsv
am dienstag abend giengs los. zusammen mit ein bisschen fussballfanprominenz bestieg ich den zug zürich-zagreb. im zug schon mal ein riesen fest. die neusten geschichten wurden zum besten gegeben. ist schon ziemlich interessant was man da als normaler fan so alles mitbekommt. entführungen, wüste schlägereien,... auch in der schweiz ist etwas los. item, irgendwann in der nacht, merkten wir berner, dass im sitzen schlafen einfach nicht gemütlich ist. deshalb kaperten wir ganz einfach ein schlafwagenabteil und schlossen es ab. vorhang zu und gut nacht. gut, 6 stunden später wurden wir ziemlich unfreundlich wieder zurück auf die sitzplätze beordert. immerhin, 6 stunden guten schlaf, was will man mehr.
in zagreb angekommen, bezogen wir zuerst einmal unsere jugendherberge. glücklicherweise waren wir im gleichen stock mit den hamburgern. dies sollte uns noch ziemlich spass machen. nach einem ausgiebigen essen sahen wir uns die stadt einmal genauer an. ziemlich schön, alt aber nicht unsicher oder dreckig.
am abend verliessen wir mit den ultras zusammen die jugendherberge richtung stadt. von nun genossen wir den ganzen abend auf schritt und tritt eine polizei eskorte. darüber war ich aber sehr froh, denn man hörte schon von überall, dass die bad blue boys schon einige hamburger verhauen haben. irgendwann wurden wir via ein pub in busse und mit ihnen direkt zum stadion gefahren. selbstverständlich mit einer polizei eskorte, wie sie sonst nur präsidenten und astronauten kennen.vorm stadion wurde noch eiligst ein transparent zusammengeklebt. nur hat sich niemand im vorfeld überlegt, was "gegen stadionverbote" auf kroatisch heisst. zum glück ist ein kollege von mir kroate und nach einem kurzen telefon war die sache geklärt. leider wurde uns das transparent beim eingang gleich wieder abgenommen... scheiss security.
das spiel war nichts besonderes, hamburg gewann nach zwei späten toren mit 0:2. die kroaten machten heftig stimmung über 90 minuten dazu eine schöne pyro show. von hamburg hätte ich deutlich mehr erwartet. es waren zwar 1000 leute unten, doch supporteten höchstens 100 über die ganze spiellänge und der support war auch nicht gerade das gelbe vom ei.
nach dem spiel und der üblichen blocksperre, reisten wir widerum mit eskorte zurück zum hostel. dort war noch eine riesige feuchtfröhliche party im gang, sehr zum leidwesen der betreiber. das niveau wurde auch immer tiefer und irgendwann in der nacht gingen auch wir schlafen.
heute morgen dann kam die rückreise.. 14 stunden in scheiss zügen quer durch europa... tja, was tut man nicht alles für solche erlebnisse.
euer rupeli

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