Donnerstag, Februar 24, 2011

der berg dern menschen bei lebendigem leib frisst

oberhalb von potosi ragt der gorsse monte rico, der reiche berg. schon von weitem sieht man ihm an, dass da schon viel gearbeitet wurde.1553 entdeckten die ollen spanier, dass in diesem berg sau viel silber vorhanden sein muss. deshalb liessen sie millionen von sklaven in den mienen arbeiten. die meisten arbeiteten jedoch nur fuer kurze zeit dort… man schaetzt, dass bis heute 8 millionen menschen in diesem berg ihr leben liessen. potosi wurde durch das enorme silbervorkommen fuer 200 jahre zur reichsten stadt der welt! auch als die spannier abhauten wurde weitergearbeitet, und das bis heute.

am vorabend der tour sahen wir im im hostel den film “the devils miners”. extrem schokierend wird die geschichte von basilio, einem 14 jaehrigen arbeiter, erzaehlt. also ging es am naechsten tag mit einem sehr mulmigen gefuehl auf die tour… man ist halt der reiche tourist, der kommt und sieht wie da kinder in den mienen arbeiten und durch die giftigen stoffe etwa eine lebenserwartung von 40 jahren haben.

los gings am morgen im hostel. vom guide, welcher selber einige jahre unter tage gearbeitet hat, bekommt man high-end seucurity equipment. dannach wurden wir zum arbeiter markt chauffiert, in welchem wir coca blaetter, getraenke und dynamit (!!!) als geschenk fuer die arbeiter kauften. wir mussten alle coca blaetter kauen, da dies energie gibt.

gleich beim eingang in den berg steht eine teufelsstatue. die minenarbeiter, eigentlich sehr katholisch, sind ueberzeugt, dass in den mienen nur der teufel regieren kann und deshalb beten alle arbeiter ihn an. weiter gings durch das riesige labyrinth des berges. zwischenzeitlich war die decke nur etwa 50 cm hoch, manchmal waatete man durch wadenhohes wasser… auch musste man schon manchmal 10 meter tief an einem seil runter oder wieder rauf klettern. die arbeiter, welche hauefig 24 stunden am stueck im berg sind, sind schon sehr beeindruckend…die essen die ganze zeit im berg nichts, kauen nur auf coca blaetter rum. nach etwa 3 stunden im dunkeln ist man schon sehr sehr froh, das tageslicht wieder zu sehen. voellig verdreckt und mit einem mulmigen gefuehl wurden wir wieder in unsere heile touristen welt entlassen.

2 Comments:

Anonymous Anonym said...

Merci für den spannenden Bericht. Das wusste ich nicht. Finden sie immer noch Silber? LG M

24/2/11 21:36  
Anonymous Anonym said...

Na ja Rafi, hier endlich mal ein Grüsschen! Sehr beeindruckend und abenteuerlich, deine Reise und dein Erleben. Muss ja furchtbar sein für diese Bergarbeiter. Schön, immer wieder von dir zu hören! LG ur

26/2/11 20:28  

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