Sonntag, Juli 29, 2007

Von Hohlköpfen, Ohrfeigen und Fairness

Bericht von Fansicht

Reaktion auf die Hooligan-Geschichte im Sonntags-Blick-Magazin vom 22. Juli 2007

Unter dem Titel «Hohlköpfe» druckt das Ringier-Sonntagsblatt ein «Plädoyer für mehr Härte» im Umgang mit Hooligans. Die Geschichte ist aus verschiedenen Gründen beispielhaft.

10 Jahre altes Bild als Aufmacher

Auf Blickfang geht der Artikel mit einem Bild aus dem alten Basler St.-Jakob-Stadion, das aus den 90er Jahren stammt. Es zeigt vier Kurzhaarige in Bomberjacke, wie sie VOR dem Zaun der Muttenzerkurve Fackeln und Rauch zünden. Dies war damals an jedem FCB-Heimspiel gängige Praxis, der Verein erlaubte dieses ritualisierte Zünden vor Spielbeginn. Die Fans wurden aufs Feld gelassen und nach Erlöschen der Fackeln wieder zurück in die Kurve. SF DRS sprach damals angesichts dieses Feuerwerks von der «einzigartigen Stimmung im Joggeli».
Unter diesem Aufmacherbild zeigen zwei kleinere Fotos einen FCB-Fan, der nach der gewonnenen Meisterschaft in Thun durch das Dach der Spielerbank stürzt sowie einen FCZ-Fan, der auf dem Rasen des St.-Jakob-Parks mit nacktem Oberkörper den Meistertitel 2006 bejubelt. Auf keinem der drei Bilder ist ein Akt der Gewalt gegen Leib und Leben auszumachen.

30 Bilder der «schlimmsten Prügler»

«So sehen die Leute aus, die unsern Sport zerstören wollen», überschreibt die Zeitung eine Auswahl von 30 Bildern, die «die schlimmsten Prügler an den Pranger stellen» sollen. Fansicht hat sich die Aufnahmen angesehen. 2 Bilder zeigen Männer mit Leuchtfackeln. 7 Bilder zeigen Männer, die sich auf dem Spielfeld befinden. 3 Bilder zeigen Männer, die in eine Prügelei verwickelt sind, wobei bei einem Bild nicht klar ist, ob der Gezeigte austeilt oder angegriffen wird. 2 Bilder zeigen Männer, die abgeführt werden. 1 Bild zeigt einen Mann, der sich ein Stück Tornetz rausschneidet. Auf den restlichen 15 Bildern sind z.T. wohl vermummte Männer zu sehen, keiner der 15 ist jedoch bei der Ausübung von Gewalt gegen Leib und Leben oder Sachen zu beobachten.
Definiert man grosszügig und der öffentlichen Meinung sowie dem BWIS folgend Fackeln als gewalttätiges Verhalten, geht man davon aus, dass Leute nicht grundlos abgeführt werden, taxiert man Tornetzschneiden als lebensgefährliche Sachbeschädigung und klassifiziert man Platzstürme als inakzeptabel, bleiben immer noch die Hälfte dieser «schlimmsten Prügler», bei denen man sich die vermeintliche Prügelei letztlich selbst hinzudenken muss. Weshalb der Sonntags-Blick genau diese Bilder auswählt, bleibt offen. Von vollkommener Willkür über weiteres belastendes Bildmaterial bis zu von der Polizei zur Verfügung gestellten Videoaufnahmen ist nahezu alles denkbar.

Fairness und Ohrfeigen

In einem Kommentar in derselben Ausgabe zieht der Sonntags-Blick-Chefredaktor über die «Weltwoche» her. Das einstige Qualitätsblatt sei heute leider nicht mehr der Fairness und der Aufklärung verpflichtet, bedauert man bei Ringier.
Ebenfalls in dieser Ausgabe und gleich neben einem Einspalter zur Hooligan-Datenbank feiert der Sonntags-Blick ein letztes Mal das Resultat seiner Umfrage, wonach eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer Ohrfeigen als Erziehungsmittel befürwortet.

Danke, Ringier

Fansicht unterstützt den Ringier-Verlag in seinen moralisch vollkommen unverdächtigen Bemühungen, den Schweizer Fussball, die Schweizer Kinderaufzucht und die Schweizer Medienwelt zu retten. Sobald sich erste Erfolge einstellen und die «Weltwoche» Ohrfeigen für Tornetzschneider fordert, werden wir darüber berichten.

Sonntag, Juli 22, 2007

Gurtenfestival 2007


Güsche Güsche Güsche!! Mit schönem Wätter wäre es ja zu perfekt gewesen... Zypreotische Bergen und die Wurzeln gefallen. Sorry Anna, z nächscht mau chumeni usgschlafe, de mani ou düre feschte.

Über die RS mag ich grad nicht schreiben. Perhaps next week.

Mäud mi ab.

Sonntag, Juli 15, 2007

Krieg

Eigentlich müsste jetzt hier ein grosser Bericht über meine Zeit in der Rekurtenschule stehen, doch ich habe momentan keine Lust zu schreiben. Vielleicht nächste Woche.
Hier noch meine Adresse, freue mich über jeden Kontakt aus der Aussenwelt…
Rek rupeli
Inf RS 3-2
KP 4 Zug 2
Casernes Chamblon
1400 Yverdon

Sonntag, Juli 08, 2007

I think I thought I saw you try

That's me in the corner
That's me in the spotlight
Trying to keep up with you
And I don't know if I can do it
Oh no I've said too much
I haven't said enough

I thought that I heard you laughing
I thought that I heard you sing
I think I thought I saw you try


R.E.M.

Sonntag, Juli 01, 2007

In the army now

Ich wünsche allen in der Freiheit alles gute und verabschiede mich. Morgen werde ich die Rekrutenschule in Chamblon beginnen. Daher wird dieser Blogg nur noch am Wochenende bedient. Besten Dank für Ihre Kentnisnahme.

god bless america